JB 2.0

JB 2.0

JB 2.0 (Arbeitstitel) von béla figge, hendryk schäfer steht unter einer creative commons namensnennung-keine kommerzielle nutzung-weitergabe unter gleichen bedingungen 3.0 deutschland lizenz.

[DE]bisher gab es nur einen kleinen beitrag über das, was sich noch ” jugendbewegung 2.0″ nennt - kurz, und so auch bei twitter zu finden: “jb20″. hier findet ihr nun ein immer wieder aktualisiertes exposé zum sofortigen lesen am bildschirm und eine ausdruckbare pdf-datei mit weiterführenden und erklärenden überlegungen, konzeptionen und grafiken. béla & hendryk

[EN]up to now there was only a small post about something called “jugendbewegung 2.0″ (”youth movement 2.0″) - you can find a twitter hashtag called “jb20″. here you can find an (almost) regularly being updated printable pdf-file with the exposé and further information, thoughts, conceptions and images. béla & hendryk

19.12.2008 - mehr Inhalt, Stichpunktversion, pdf/more content, bullet points version, pdf, english version
04.01.2009 - redaktionelle Änderungen (”Lexikon” statt “Bibliothek”), Einführung des “ThinkTank”, Ausführungen zu einer Community, strukturelle Änderungen (Portal auf Blogbasis), Ausblick: Community, Ableger in anderen Sprachen; Vereinheitlichung in einer pdf-Datei (ergänzt um Konzept und Zeitplan)/english version follows (we’re too tired now, it’s 02:55 am).

[DE]okay, wir sind anspruchsvoll und wir haben einiges vor - nur leider haben uns unsere programmiersprachenkenntnisse (deutsch geht noch, HA!, was für ein wort) im stich gelassen. und: WIR BRAUCHEN EINEN (GUTEN) NAMEN FÜR DAS BABY! lest euch den text durch - vielleicht fällt euch ja was tolles ein - und schreibt bitte einen kommentar. danke!

[EN]well, we are ambitious and we have great plans - but we noticed we don’t speak html, css, php and java well enough. and: WE NEED A (GOOD) NAME FOR OUR BABY! please read the text - maybe you have an idea - post a comment. thank you!

inhaltsverzeichnis/table of contents

  • exposé in stichpunkten

Jugendbewegung 2.0: Motivation zum Mitmischen!

Allen pessimistischen Verurteilungen der Jugend als unmotiviert, uninteressiert und charakterlos zum Trotz gibt es sehr wohl viele sozial und politisch engagierte junge Menschen. Sie beteiligen sich in Kinder- und Jugendgremien, in lokalen Initiativen und Bündnissen, setzen Zeichen für Umweltschutz und gegen Rechtsextremismus, streiten für Jugendzentren und Beteiligungschancen und noch vieles mehr. Abgesehen von der lokalen Ebene, auf der sie wirken, werden sie allerdings nicht oder kaum wahrgenommen und wissen auch selbst nur selten voneinander.
Mit den Jugendorganisationen der bundesweit bekannten Parteien und Nichtregierungsorganisationen (Junge Union, attac etc.), gibt es nur wenige Ausnahmen, denen es gelingt, junge Menschen an politischen Prozessen teilnehmen zu lassen, sie zur Mitarbeit zu motivieren und sie untereinander zu vernetzen.
Diesem Missstand wollen wir entgegentreten, indem wir ein Internetportal erschaffen, welches drei Ziele erreichen möchte: es soll junge Menschen zur Teilhabe befähigen, sie zum Engagement motivieren und ihnen eine Plattform zur Vernetzung vieler Einzelkämpfer bieten.

Ein Portal für alle

Ein Angebot, das alle Jugendlichen (und auch Ältere) ansprechen will, muss für jedeN einzelneN etwas bieten. Es setzt aber zugleich eine gemeinsame Grundlage, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, und genügend Freiraum voraus. Informationen über politische Grundlagen und komplexe Themen müssen sachlich und frei zugänglich sein. JedeR soll die Möglichkeit haben, Themen frei und konstruktiv zu diskutieren, damit das Ziel, ein besseres Verständnis für das, was die Welt zusammenhält zu erlangen, erreicht werden kann und so Jugendliche dazu befähigt, die eigene Zukunft fähig zu gestalten. Ein Portal, welches sich dieses Ziel gesetzt hat, muss Jugendlichen Wege zum Mitmachen anbieten, die ihnen vertraut sind und die sie nutzen. Insofern findet die Arbeit an diesem Portal auf drei Ebenen statt: beim Inhalt, bei der Vernetzung und bei den Teilnahmemöglichkeiten.

Inhalt: Artikel, Erklärungen und Diskurs

Die Arbeit am Inhalt befasst sich im Wesentlichen auf das Verfassen von Artikeln. Dazu ist jedeR UserIn aufgefordert. Auf der einen Seite stehen dabei Informationsbeiträge, auf der anderen befinden sich die Meinungsbeiträge. Hinter allen Artikeln steht ein umfangreiches Glossar, in dem alle Begriffe erklärt werden, die einer Erklärung bedürfen. Dieses Glossar kann und soll zusammen mit einem Lexikon, bestehend aus detaillierteren Beiträgen, zu einer Bibliothek werden. In dieser Bibliothek werden neben Begriffserklärung auch politische Abläufe und Zusammenhänge verständlich vermittelt. Diese Texte kann ebenfalls jedeR verfassen, wobei dieser Prozess von einer Redaktion begleitet wird.
Informationsbeiträge bilden hierbei den Grundstock für diese Bibliothek, indem sie Artikel für Artikel ihren Blick auf Organe und Themen der Politik richten; die Meinungsbeiträge der TeilnehmerInnen beziehen Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Themen, können und sollen erwidert werden.
Damit die Beiträge nicht für sich in einem abgeschlossenen Raum stehen und sich jedeR im Geheimen seine Gedanken dazu machen muss, bietet jeder Beitrag die Möglichkeit, eine Diskussion zu eröffnen, die vorrangig dem Verständnis- und Erkenntnisgewinn und der Meinungsbildung dienen soll. Jeder Beitrag bietet die Möglichkeit eine Diskussion zu eröffnen, aus der neue Artikel für das Portal und auch Projektinitiativen entstehen können. Daher sollen sie ebenso wie Kommentare nach ihrer Bedeutung für den Diskurs bewertet werden können.

Vernetzung: Community, Mediathek und ThinkTank

Bei der Vernetzung steht der Communitygedanke im Vordergrund. Dies zeigt sich an drei Stellen: Die NutzerInnen bestimmen die Themen, die sie interessieren, die NutzerInnen können sich untereinander zwanglos austauschen und sie können ihre Ideen und Tipps anderen präsentieren.
Die Themenwahl findet durch Umfragen statt, alle NutzerInnen (ob Mitglied der Community oder Gäste) können mitbestimmen, welches Thema den monatlichen Schwerpunkt darstellen wird, welcher dann ausführlicher behandelt wird und eine Echtzeitdiskussion mit Experten beinhalten soll. Die Nutzer können weiterhin untereinander Kontakt aufnehmen und diskutieren – unabhängig von inhaltlichen Beiträgen seitens des Portals.
Die von den NutzerInnen eingebrachte Ideen und Hinweise sollen jederzeit allen anderen TeilnehmerInnen präsentiert werden können. Hierzu wird es einen ThinkTank und eine Mediathek geben. Im ThinkTank werden Ideen, Projekte und Utopien mit den dazu gehörigen Links angezeigt, in der Mediathek erscheinen von den NutzerInnen empfohlene Bücher, Zeitschriften, Filme und andere externe, verlinkte Beiträge.

Teilnahme: Blogbasiertes Portal und Forum – technische Bedingungen

Die Möglichkeiten zur Teilnahme hängen davon ab, auf welchem Weg Beteiligung erwünscht ist. Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, müssen mehrere Beteiligungsformen genutzt werden. Formal hieße dies, dass es ein Portal geben muss, ebenso wie ein Diskussionsforum und ein Blog. Die Fähigkeiten eines Weblogsystems wird hier zur Erstellung des Portals und zur integrierten Verlinkung in die Blogosphäre genutzt, daneben wird das Forum bestehen. Im Zentrum stehen die Artikel, die sich überall auffinden lassen; von diesen Artikeln ausgehend, findet aber auf dem Portal und im Forum eine unterschiedliche Behandlung statt.
Das Portal präsentiert die Artikel vor dem Hintergrund der weiterführenden Information von Glossar und Lexikon. Im Portal können Artikel auch kommentiert und diskutiert werden. Der große Vorzug der blogbasierten Struktur ist ihre Verlinkbarkeit in der gesamten Blogosphäre, so können auch Menschen von den Inhalten des Portals profitieren, die nicht den Weg auf eine statische Webseite gefunden hätten. Daneben findet sich im Portal auch die breite Spannweite der NutzerInnenempfehlungen (Projekte, Links etc.) und die Mediathek (Bücher, Filme etc.), von hier geht es zum Forum.
Darüber hinaus bietet ein Blog der Redaktion die Möglichkeit, über die Hintergründe der Arbeit an der JB 2.0 in einem etwas weniger formalen Rahmen zu berichten. Dieses Blog ist dadurch aber an die Themen gebunden, die aus den Artikeln und dem Redaktionsalltag hervorgehen.
Das Forum ist demgegenüber in seiner Themenwahl frei. Auch hier erscheinen die Artikel als Grundlage zu Diskussionen, die einen ganz anderen Weg gehen können als im Portal, doch darüber hinaus können NutzerInnen eigene Threads eröffnen und somit über das diskutieren, was sie abseits der Artikel und Monatsthemen interessiert.

Ausblick: Social Network, Mehrsprachigkeit

Die Dringlichkeit der politischen Situation erlaubt keine weitere Verzögerung – ein solches Portal ist überfällig. Der technische und finanzielle Aufwand der Implementation eines sozialen Netzwerks mit einfachen Profilen und der Möglichkeit private Nachrichten zu versenden birgt viele Risiken und erfordert eine längere Entwicklungsdauer.
Mittelfristig soll das Portal auch außerhalb des deutschsprachigen Raum verfügbar sein. Während die Lokalisierung der Portalstruktur das geringste Problem darstellt, gestaltet es sich schwieriger, die Inhalte eines Landesportals den anderen Portalen in ihrer Sprache zur Verfügung zu stellen. Diese Beschränkung auf muttersprachliche Beiträge verhinderte, dass alle NutzerInnen den gleichen Wissensstand erlangen könnten; eine Sprachbarriere verwehrte dem ThinkTank grenzenlosen Nutzung. Es bedürfte dazu motivierter MitarbeiterInnen in anderen Ländern und einer professionellen Übersetzung. Um ein organisches Wachstum gewährleisten zu können, sollte vor der Expansion der Erfolg im deutschsprachigen Raum sichergestellt sein, zumal der nächste Schritt die Erstellung eines englischsprachigen Angebots sein sollte.

Ideen, Projekte, Utopien – ein Fazit

Es gibt unzählige Ideen – man muss sie nur finden! Das Entwickeln von Visionen ist unabdingbar, wenn wir nicht weiter zuschauen wollen, wie politische Entscheidungen in ihrem altbekannten Reaktionsschema getroffen werden. Das Portal gibt allen die Möglichkeit, eigene Ideen zu formulieren, Visionen zu entwickeln und die Utopien anderer kennenzulernen – und dann selbst aktiv das Leben zu gestalten!
Die JB 2.0 ist ein ambitioniertes Projekt, das hohe technische Anforderungen stellt, auch wenn und weil es niedrigschwellig und barrierefrei sein will. Dadurch, dass es einen offenen Austausch zwischen betreuender Redaktion und Inhalt kreierender Community gibt, der auf mehreren Wegen stattfindet, sollen möglichst viele junge Menschen die Möglichkeit erhalten, sich politisch zu informieren und sich gemeinsam für ihre Interessen zu engagieren.

ZIELE

  • Befähigung möglichst vieler zur Teilhabe
  • Motivation möglichst vieler zum Engagement
  • Vernetzung möglichst vieler Menschen

GRUNDLAGE:

UN Human Rights Charta, freies Wissen, freier Diskurs

INHALT: Artikel, Erklärungen, Diskurs

  • Artikel
    • kann jedeR verfassen (> wird von Redaktion/Lektorenpool unterstützt)
    • Meinung, Interview, Information > Glossar
  • Erklärungen
    • Glossar + Lexikon = Bibliothek
    • kurze Begriffserläuterung > “Glossar”
    • ausführliche Erläuterung > “Lexikon”
  • Diskurs
    • Artikel außer Glossar & Lexikon kommentierbar
    • alle Artikel verlinkbar
    • Kommentar als Forumsbeitrag und/oder Kommentar
    • -> Blogsystem (ggf. zum CMS erweitert) als Basis, Forum als weitere Plattform benötigt
    • Artikel, Beiträge & Kommentare bewertbar nach Nutzen für die Debatte

VERNETZUNG: Community, Mediathek und ThinkTank

  • Community
    • User bestimmen per Abstimmung die Monatsthemen
    • keine Anmeldungspflicht zum Kommentieren
    • ggf. vereinfachte Registrierung dank openID
    • Monatsthema = Artikelschwerpunkt, Chat mit Experten & Aktionen
  • Mediathek
    • Von NutzerInnen empfohlene Filme, Bücher, Zeitschriften, externe Beiträge (Links)
  • ThinkTank
    • Ideen, Projekte, Utopien der NutzerInnen mit Links in einer Datenbank

TEILNAHME: Blogbasiertes Portal und Forum – technische Bedingungen

  • Portal
    • Blogbasiert (ggf. zum CMS erweitert)
    • Bibliothek (Lexikon & Glossar), Mediathek (Empfehlung von Filmen, Büchern, Musik, Links) & Artikel
    • Artikel + Kommentare
    • Verlinkung in die Blogosphäre
  • Forum
    • Thread + Postings
    • Artikel begründet Thread = on-Topic
    • Thread, der sich auf keinen Artikel gründet = off-Topic
    • Sortierung nach Kategorien und Threads
  • Meta-Blog des Teams (Admin & Co.)
    • zusätzliche Beiträge, „Produktionsnotizen“
    • Verlinkung in die Blogosphäre
    • Sortierung nach Kategorien und Tags

AUSBLICK: zukünftige Funktionen

    • Dringlichkeit der politischen Situation erlaubt keine weitere Verzögerung – ein solches Portal ist überfällig
    • Technischer Aufwand würde Seitenstart verzögern
  • Social Network
    • Nutzer binden durch Social Network-Funktionen:
    • einfache Nutzerprofile (kein facebook!)
    • Private Nachrichten untereinander
  • Mehrsprachigkeit
    • Portalableger in Landessprache
    • gemeinsam genutzter ThinkTank
    • Übersetzung der Artikel zum Nutzen aller (maschinell/manuell)

Ideen, Projekte, Utopien – ein FAZIT

  • eng vernetzt, unabhängig voneinander
  • Portal als Herz

JB 2.0: Motivation zum Mitmischen (pdf)

JB 2.0: Motivation to take part! (pdf)